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Passagen zu: Gephyrophobie

"In pathognostischem Verstande ist in der Gephyrophobie die Brücke als solche Thema, das phobische Objekt selbst als zwingendes Monument der vorgängigen Untat der kryptischen Aktualität des Ödipuskomplexes (bis zum Todestrieb) auf dingliche Weise, und das phobische Symptom entsprechend die Indifferenzverkeilung des darin kranken Subjekts mit diesem Objekt, der Differenz-, Vermittlungsdispens zwischen beiden: Despekt des in diesem, dem Objekt, ... ⇒ [mehr]

"Was die Brücke für den Brückenphobiker so erschreckend und unbegehbar macht, was abgründige Angst an ihr hervorruft und die Bewegungsfähigkeit wie paralysiert erscheinen läßt, das ist keine irgend subjektive Zutat zu derselben, vielmehr der »Gesamtsinn« der Brücke als solcher, gehört zu ihr durch und durch und objektiv dazu; ja ist wesentlich (obzwar nicht im Sinne der »essentia«, vielmehr, wenn schon, »existenzial«) diese ... ⇒ [mehr]

"Also darf ich behaupten, daß die Brücke das »funktionale Phänomen« des üblichen Selbst selber sei, das sich zugleich mit dem Bau etc. von Brücken ausbildet. Die begehbare - und vorher freilich die baubare - Brücke ist der untergegangene Ödipuskomplex selber; die nicht begehbare indessen der nichtuntergegangende Ödipuskomples als Krankheit, hier als Brückenphobie." ... ⇒ [mehr]

"Bekanntermaßen besteht die Realfunktion einer Brücke eben in der Über-Brückung eines selben Unterbrochenen, in der Vermittlung eines selben Getrennten, der Zusammenführung eines selben Entzweiten, mittels Einfügung/Fugenbildung aus dem nämlichen Stoff, aus dem das Unterbrochene/Getrennte/Entzweite besteht. Die Brücke ist die mechané der (Wieder)herstellung einer Kontinuität wider eine Diskretion, einen Einschnitt, Riß; der Indifferenz ... ⇒ [mehr]

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