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Passagen zu: Indifferenz

"Es ist kurzum die Dialektik von Indifferenz und Differenz, ein in sich höchst widersprüchlicher Prozess; denn: Der de facto immer unvollkomene Indifferenzstatus bleibt solange tödlich, bis es, ihm entgegen, zur erzwungenen schmerzhaften Rettung durch Differenzbildung kommt. Gewalt also hier wie dort: die Gewalt des letalen Indifferenzsogs, die Gewalt seiner Differenzkonter­karierung, die Gewalt nicht zuletzt auch der Differenzbehauptung ... ⇒ [mehr]

"Das mediale Wesen besteht darin, daß an seinem, dem - totalisierten - Zwischenort der Vermittlung/des Gedächtnisses der Bruch zwischen Göttern und Menschen, Ding und Körper nicht nur überbrückt oder zusammengefügt, vielmehr tückisch geglättet, die Fuge der grundlegenden Differenz unkenntlich, nichtig gemacht erscheint (Hermes, der seine sterbliche Mutter vergißt, aus diesem Vergessen, der Vergessenen aber die göttliche ... ⇒ [mehr]

"Die Indifferenz schlechterdings, das Absolute, das ist notorisch der Gott, der Gott der Metaphysik, mit dessen postmoderner Mediensäkularisierung sich der ganze Schein des reinen Selbstgenügens, nämlich das exakte Gegenteil desselben, gewalttätigste Opfergier, weltlich global vererbt. Je mehr Selbstbezug, umso mehr Gewalt, als Opfernahrung desselben - das ist (wie) ein Gesetz. Und das heißt, sehr aktuell außerdem, daß die entscheidende ... ⇒ [mehr]

"Unsere (schwach ausgedrückt) Lüsternheit der Indifferenzierung aller Differenzen ist unabdingbar, und unterstellen wir sie nicht als unzerstörliche Passion, so entraten wir der Erklärungsgründe für die uns, die Menschen, zeichnende destruktive Gewalt. Wo aber hat Leben, menschliches Leben, Eros, dann noch Platz? Einzig innerhalb dieser tödlichen Leidenschaft der Indifferenz, dieses verheerenden Unsterblichkeits-, ... ⇒ [mehr]

"Der, differentiell die, Adipöse hat die eigene Mutter, bar der beiständig väterlichen Wehr, nothaft aufgefressen, und behält sie, unveräußerlicht metamorphotisch kontrareisiert selbstprivativ, ganz bei sich, selbst dann, mutternährend widersprüchlich, ein allesfressendes Monstrum." ... ⇒ [mehr]

"Das Begehren geht auf die Indifferenz des Lebendigtoten, inbegrifflich (und epochal postmodern erfüllt) auf diesen Grundeffekt der Gedächtnisprothetik, der modernen Medien, aus: das maschinell außendisponierte Gedächtnis als Erzeugung und Verzehr zugleich. So der striktere Begriff der Wunschmaschine, die Selbstansicht des Warenfetischs, in der Tat unsere einzige Liebe, unsere Passion, zutiefst christlich außerdem: ... ⇒ [mehr]

"Freilich, auch die Traumrepräsentation - man sieht es ihr ja ihrer Primärprozessentbergung wegen insonderheit an - ist Erbe der Opfergewalt der A-Repräsentativität in Differierung, und auf dieses Eros-Werk des Aufschubs kommt es an, des Nähern auf die Verteilung der Urschuld der göttlichen Indifferenz auf die differentielle Schöpfung; jedenfalls bis die mörderische Präsenz alle Repräsentation, die reißende Indifferenz die Differenz, ... ⇒ [mehr]

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