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Passagen zu: Krieg

"Weil Kultur bloß beschwichtigend ersatzweise zufriedenstellt, ihr Versprechen realer Befriedigung nicht einlösen und eben deshalb der »Triebe« nimmer Herr werden kann, und mehr noch: diese destruktiv gar auflädt und in ihrer Destruktivität in Regie zu nehmen sucht - je mehr Absolutheitsbegehren, umso mehr Enttäuschung und umso mehr Zerstörungsmotivation. Die wahre Krankheitskorrespondenz ist also der Krieg, nicht als Kulturdesaster ... ⇒ [mehr]

"(Weshalb Krieg, weshalb bringt es die Menschheit nicht zustande, den Inbegriff ihrer selbst, Kultur, nicht zu zerstören?) Pallas Athene weint nicht! - weil Zerstörung der phantasmatische Gipfel der Herrschaft über Zeitlichkeit, Vergängnis, Tod sei: der verheißungsvollste Schein der endgültigen Abwendung des Nichts, paradoxerweise, homöopathisch. Und Krankheit ist diesem Phantasma hörig, im Extrem so weitgehend, daß sie sich ... ⇒ [mehr]

"Die phobisch gebundene Angst signalisiert die also gebrauchsbestrafte Untat, den allzeit kriegerisch destruktiven Nukleus des phobischen Objekts zu inkorporieren. Deshalb obliegt es, therapeutisch, die abgedeckte Martialität desselben zu ermitteln, um den Phobiker als den Usurpator derselben in die Pflicht zu nehmen; ohne jedoch, daß das Ablassen davon den festgesetzten Blick auf diese den objektiven Kriegscharakter, jemals erübrigte." ... ⇒ [mehr]

"Aus alledem folgt, dass die Substruktur allen Kriegs Homosexualität ausmache, genauer: die Makroversion des »negativen Ödipuskomplexes«, der sich in Homosexualität offenlegt. Kriterial grosso modo nicht weniger demnach die Drittenliquidation, die der Mutter, mitsamt allen deren wie beliebigen objektiven Ablegern, durch den in Wesensgleichheit mit dem Vater unierten Sohn." ... ⇒ [mehr]

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