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Passagen zu: Medien

"Das mediale Wesen besteht darin, daß an seinem, dem - totalisierten - Zwischenort der Vermittlung/des Gedächtnisses der Bruch zwischen Göttern und Menschen, Ding und Körper nicht nur überbrückt oder zusammengefügt, vielmehr tückisch geglättet, die Fuge der grundlegenden Differenz unkenntlich, nichtig gemacht erscheint (Hermes, der seine sterbliche Mutter vergißt, aus diesem Vergessen, der Vergessenen aber die göttliche ... ⇒ [mehr]

"Geschwisterlichkeit, das Bruder-Schwester-Verhältnis ist die kognativ-leibliche Entsprechung zu den audio-visuellen dinglichen Medien, mythologisch vorweggenommen in den Zwischenwesen (Engeln) als göttlich verstatteter Bruder-Schwester-Inzest. Was folglich heißt, daß in der Epoche der als Technik vorherrschenden Medien Geschwisterlichkeit, offensichtlich im Sinne der Einebnung des Geschlechtsunterschieds (des sozusagen weltlich gewordenen ... ⇒ [mehr]

"Das Begehren geht auf die Indifferenz des Lebendigtoten, inbegrifflich (und epochal postmodern erfüllt) auf diesen Grundeffekt der Gedächtnisprothetik, der modernen Medien, aus: das maschinell außendisponierte Gedächtnis als Erzeugung und Verzehr zugleich. So der striktere Begriff der Wunschmaschine, die Selbstansicht des Warenfetischs, in der Tat unsere einzige Liebe, unsere Passion, zutiefst christlich außerdem: ... ⇒ [mehr]

"Die phantasmatische Vollendung der Produktivkräfte als Todestriebrepräsentanzen sind epochal die Medien, das selbst produzierende Gedächtnis; zusammengefaßt das Medium aller Medien: das absolute Kapital, der einzige Herr der Produktionsverhältnisse, in welchen sich der Stand der Produktivkräfte, im Sinne einer Selbstabbildung, imaginiert; so wie sich das Kapital in den Medien autosymbolisiert. Beide, Produktivkräfte ... ⇒ [mehr]

"Die Medienwucherungen ringsum: sie mögen anmuten wie die passionierte Imitation des unnachlaßlich traumschlaflichen Nachtgeschehens. Und weshalb? Zum Zweck der Totalisierung imaginärer Immunität; simulakrischer Abschirmdienst, auf daß es keine Realitätsbedrängnisse mehr gebe - Anbruch der Epoche des »Heiligen Geistes«. Muß ich immer wieder akzentuieren, daß alle diese Maßnahmen zeitgemäße Machenschaften des »Todestriebs« sind?" ... ⇒ [mehr]

"In den Bildschirmbildern indifferenzieren sich Tiefschlafen und Wachen (ja, Tod und Unsterblichkeit) zur Permanenz des Träumens. Die beiden Enden, die Bewußtlosigkeit der Selbstreferenz des Ge-hörs (Tiefschlaf und mehr) einerseits und die Bewußtlosigkeit der Selbstreferenz des Ge-sichts (Terminus? Die unsterbliche Seele? Wachen-Wachen, dinglos?) andererseits, die (coincidentia oppositorum) zusammenfallen, werden nicht etwa gekappt - wie auch ... ⇒ [mehr]

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