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Passagen zu: Neurose

"Ist die Neurose die anhaftende Repräsentation einer hypertrophen und in sich zur Autarkie umgedrehten Inzestfigur, Ödipus also, immer wieder Ödipus: die mittels des toten Vaters ausgelöschte Mutter als Sohnes-causa-sui, wenn schon eben nicht, wie zwingend verlangt, abgestoßen, »realisiert«, so doch im Modus der Repräsentation durch und durch verworfen: ist die Perversion die anhaftende Präsentation eben desselben, die dies Präsentierte ... ⇒ [mehr]

"Die Psychopathologien lassen sich nicht weniger, schambezogen, durch das Schema Hülle versus Umhülltes differenzieren. Im Falle der Neurose soll die intime Viskosität mit dem Dingphantasma peremptorisch verhüllt sein, die Haut um das Dingarkanum, die untransparente Epikalypse darf nimmer reißen. Im Falle der Perversionen hingegen ist die Hülle transparent. In ihrer Durchsichtigkeit bildet sie ... ⇒ [mehr]

"Perversionen/Psychopathien und zumal Psychosen wiegen in verschiedenen Rücksichten pathologisch schwerer (...). Doch sollte in solchen Skalierungen nicht verkannt werden, daß das Leichtgewicht der neurotischen Erkrankungen sich dagegen als besonders tückisch erweist. Neurotisch nämlich besteht die Eigenart des (psychopathologietypischen) unfalsifizierbar verdrückten Prophetismus darin, die heilen, also der kriegsmagisch unbrauchbar ... ⇒ [mehr]

"Die Themenzentrale der Psychoanalyse, Psychopathologie, bildet sich aus der Masse der Theorie-an-stößigen pathogenen Disfunktionalitäten im Widerspiel von Indifferenz und Differenz, Inzest und Inzesttabu. Allemal sind es Vermittlungs-, in diesem Sinne also Gedächtnisdefekte, die, in sich hineingetrieben, kurz vor der Todeserfüllung derselben abbiegend, Krankheit definieren. Vielleicht könnten, ... ⇒ [mehr]

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