Themen

Passagen
Passagen zu: Repräsentation

"Der träumende Schlaf - das Spiel von »Verschiebung« und »Verdichtung«, kurzum des Aufschubs (»différance«) innerhalb der »Rücksicht auf Darstellbarkeit« - ist nicht nur ein zwingendes Modell des traumatischen Seinsverhältnisses in den unmöglichen Nichts-Grenzen, wissenschaftlich zumal, selbst vielmehr die vor- und nachträgliche Bildungsstätte dieser Welt/von Welt überhaupt." ... ⇒ [mehr]

"Probleminbegriff: das Ersetzungswesen, der Re-präsentationscharakter der Sprache; Sprache als memorial, »Totengedächtnis«, und der Vorstellungsvorgang als Opferung, »Tötung«. (...) Diese Vermögen/Instanzen aber sind unabkömmliche Gewaltgrößen. Nicht daß es irgend anders ginge, doch müßte, so meine ich, dieses Gewaltkriterium wie ein memento mori immer mitvollzogen werden, und zwar selbst auch dann, wenn sich dieser ... ⇒ [mehr]

"In dieser Körpermodell-Vorgabe primär der Subsistenzsexualität kann nun nicht nicht die exkrementale, vorherrschend die anale Sexualität die Präro­gative haben; dies freilich als das hygienische Verschwindenmachen des Dejekts als des Dokuments des eh ja verborgenen, unbewußten intestinalen Opfervorgangs rein im Körpertempelinneren; Verschwindenmachen im Sinne der sublimen Wiederkehr des exkrementalen Dokuments als Repräsentation selber. ... ⇒ [mehr]

"Entscheidend hier ist der Entwicklungsprogreß, isoliert von Wahrnehmung und Bewegung, der es gewährleistet, daß die Nahrungsaufnahme - immer im phantasmatischen Sinne von oralsadistischer Ursprungssuche - als Auseinandernehmen der Dinge (...), extrapoliert, zum Außenvor gerät, wie wenn es das pure Außen, die absolute/selbstfundierte, das Selbst fundierende, nimmer verschwindende Oberfläche geben müsse. Die simultanen Anforderungen der ... ⇒ [mehr]

"Es ist der unablässige Seinsdrang zur Repräsentation, der ultimativen Selbstaperition, des sichernden Auseinander- und Zusammenhalts der darohne ins Nichts abdriftenden, der besagten Extreme der Bewußtlosigkeitsstase/der sich selbst verzehrenden Überhelle - es sind eben diese Existenzialattitüden, die, negentropisch, seinsasservierend perpetuieren. Und denen man es, a fortiori, abnehmen mag, solchermaßen »auf Leben und Tod« uns vor der ... ⇒ [mehr]

"Was man also von Träumen lernen kann? (...) Das humane Schicksal der Repräsentation, der Inbegriff unserer existenzialen Welthabe, steht auf dem Spiel. Indem es, Traum ja nur, den emergency ausmacht, nimmt es sich heraus, sich restlos offenzulegen, wie es ansonsten bloß Symptome, wenn man es so möchte, zu tun pflegen; symptomaffin eh, sofern ja selbst noch das Scheitern der somnialen Halluzination, finales Element derselben, geträumt zu ... ⇒ [mehr]

"Todestrieb: die veritable Triebhaftigkeit, den lebendigen Körper zum toten Körper/Leiche zu machen; und dies nicht im Sinne des Sterbenwollens, vielmehr um lebend tot zu sein zum einzigen Zweck der Schuldabsolution im Ganzen. Also besteht der Todestrieb darin, daß ich mich, den sterblichen Körper, mortal dopple in der Schaffung der Repräsentativität überhaupt, dem Vertretungswesen, ultimativ hin bis zu den Dingen." ... ⇒ [mehr]

"Das Fundamentalverbrechen, der Sündenfall, besteht nicht so einfach im Vatermord, vielmehr im Vermögen der Repräsentation, zumal wenn es sich in seine Letztgestalt, Dingschaffung, hinein sättigt; im Ansinnen der Ding(Selbst)phantasmatik (...). Und, darin eingegeben, ist (in letzthuldigender Vernichtung) mitnichten nur der Vater, vielmehr zuerst der Mutterkörper (nur noch in Vernichtung), und dies mit Hilfe des überleitenden Tochterstatus, ... ⇒ [mehr]

Begriffe