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Passagen zu: Scham

"Schamgehalt ist die Ekstatik/Reflexivität des sterblichen Menschkörpers, das Begehren/der Wunsch des »organlosen Körpers«, kurzum also die »Wunschmaschine«/das Selbstbewußtsein selber. Was demnach verhüllt werden muß als Ent-schämung, Schamrealisierung, in der diese hominisierende Fundamentalaffektion aufgehoben werden soll, das ist nicht, isoliert, der sterbliche Körper als solcher, den es nicht gibt, vielmehr die Provenienz der ... ⇒ [mehr]

"Was aber ist Scham? Die Grundaffektion, das hominisierende Grundwissen: Erkenntnisüberfall nämlich der Sterblichkeit letztlich - der Sterblichkeit als Grenzultimatum und Grenzzusammenzug aller ihrer Ableitungen/Vorausgänge an menschlichen Bedürftigkeiten. Erkenntnisüberfall der Sterblichkeit derart, daß sich das Transzendenzbegehren des Erkennens im Angesicht seines Erkannten als gescheitert erfährt." ... ⇒ [mehr]

"Krankheit macht die Leidenschaft, die Passion schließlich aus, die Vorausgesetztheit der gesamten Schulddimension in derjenigen der vollen Scham als Grenzwert der Binnenkritik dieses Apriori selber zu vernichten; den Terror der absoluten Hülle wie mit einem letzten Gegenschlag um des Körpers willen zu treffen; den allbewiesenen Schuldgott mit seinem aberwitzigen Widerspruch selbstgenugsamer Exkulpiertheit zu seinem Opferterrorismus gegen die ... ⇒ [mehr]

"Die Ent-schämung/Schamrealisierung muß demnach auf das Phantasma der Absolutheit der Hülle/der Dinge überhaupt aus sein, inklusive der Jurisdiktion derselben als split-diskriminative Korruptivität des also gegenteiligen Menschkörpers: Kopfstand der wahren, in Scham gesichteten Verhältnisse. Um diese fatale Abendlandleistung aber auf Dauer stellen zu können, bedarf es der Invention der Schuld. Schuld: immer das Sich-Verdingen des Körpers ... ⇒ [mehr]

"So etwas wie das volle Gewissen (Mitwissen, conscientia) wäre die Komplizität der Scham selber; das Mitwissen der Unmöglichkeit der Heterogeneität des absoluten Gottes, das Mitwissen dieser Misere als Menschheitsunheil. (...) Allemal aber muß dieses Scham-Mitwissen untergehen, um der alleinigen Herrschaft der Schuld willen, des üblichen moralischen Gewissens also als der Instanz des Nichtwissens schlechthin. Schuld - die ... ⇒ [mehr]

"Schuld hingegen gewährlos präpariert den Übergang desolater schamver­seuchter bodenloser Kreaturgewordenheit in deren Negativ-Stabilisation, die zugleich geflohene Übernahme des Menschheitsfatums der Sterblichkeit, mit der skeptischen Providenz, in das entsühnende Opferverhältnis mit dem allbeschämenden grausamen Gott eintreten zu können. Nur daß die so in Schuld mutierte Scham, daß diese hypokritische Exkulpationsrechnung - gipfelnd ... ⇒ [mehr]

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