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Passagen zu: Tiefschlaf

"Unerläßliche Ambiguität - NREM, verstellendes Todesvikariat, immer zugleich erscheint passioniertest gewünscht und pressiertest geflohen - so unser perennes Todestriebdilemma. Entsprechend avanciert die defensive Repräsentationsparadoxie Traum zum imaginären Inbegriff der Todesparierung, und abfällt instantan damit dem schmählichen Verrat an der großen Begehrenssache, die von sich her schon alle Doppelgesichtigkeit vorgibt - befreiend ... ⇒ [mehr]

"Weshalb dieses somnial scheiternd gelingend abbrechende Forcement an Schlafsustentation? Das weiß man doch?: »Unbewußt, höchste Lust« - desiderater Tribut, imaginär, an die Vorwelt der NREM-Inzesttotale, in ihrer sich aufgeilenden Tödlichkeit abgefangen in die rettend verlustige, mehr noch: allzeit höchst dialektische, Traum-Repräsentation, mit ihrer einen Jenseitsalternative des Wachzustands (vs. der anderen des NREM), paradoxal ... ⇒ [mehr]

"Es könne durchaus sein, daß der besagte »Rückfall« in traumlosen Schlaf immer durch ein unmerkliches kürzestes Erwachen eingeleitet wird, so daß man allemal aus Träumen erwachte und dann erst in traumlosen Schlaf versänke. Nur daß dieses Übergangserwachen in traumlosen Schlaf hinein so etwas wie der Effekt der Traumausschöpfung der vorgesehenen Traumphase (REM) wäre, und also wohl zu unterscheiden vom Erwachen innerhalb einer ... ⇒ [mehr]

"Der »dritte Körper« ist Klangphänomen ohne Phänomenalität. Das hieße nichts anderes, als daß der Nicht-Repräsentationsort dieses Körperbegriffs der traumlose Tiefschlaf ist; und daß sich in den paradoxen Tiefschlaf-Horrorträumen, diesen letzten Erhabenheiten, der sonorale »dritte Körper« sinnenmetabatisch sich entziehend selbstdarstellt. Solche Tiefschlafträume aber führen sich höchstwahrscheinlich auf Körperderangements, im ... ⇒ [mehr]

"Wo der Übergang in einem irreparablen Bruch endet, wo der Übergang unaufhörlich kontinuiert zugleich? Im Transit des traumlosen Schlafs in den Tod sowie - dasselbe am anderen Ende - des Wachens in das Wachen-Wachen, die »unsterbliche Seele«. Coincidentia oppositorum der voll­brachten Absolutheit des Tiefschlafs als Tod mit der des Wachens als »Unsterb­lichkeit«. Alle Kontinuitätsbrüche dazwischen sind bloße Unter­brechungen eines in ... ⇒ [mehr]

"Es ist die Tiefschlafnäherung der Todesgrenze, die den Abstoß von dort in rettende Motilität hinein provoziert. Diese seltsame Kommotion ist die nächtige Form der todestrieblichen Todesparade: kompromissuell in sich zurückschlagende Aufstehensprobe. - Zur pathologischen Ausweitung dieser NREM-Paradoxie gehört vorrangig der Somnambulismus: die Überkompensation einer »abnormen Schlafvertiefung«, symptomatische (Wieder-)Umkehr des inversen ... ⇒ [mehr]

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