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Pathognostische Miniaturen
Rudolf Heinz: Verbotene Wünsche?
Erschienen in: KAUM 2. Halbjahresschrift für Pathognostik, Wetzlar, Büchse der Pandora, 1986, 32
Dieser Text ist vom Autor für die private Online-Lektüre freigegeben. Jede weitere Verwendung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Autors. © Prof. Dr. Rudolf Heinz.

Verbotene Wünsche?
Auch die psychogenetisch ausgeweitete Auffassung derselben bleibt subjektivistisch und damit falsch. Dieselben gibts nur unter der Kondition ihrer selbsteigenen mortal-dinglichen Vor-Realisiertheit, die strikte unter Vorbehalt, Binnen-Reservation zudem gestellt sein muß. Der verbotene Wunsch, subjektiv, ist demnach nichts anderes als dieser Vorbehaltsdespekt, Kurzschluß mit dem Innersten der Gottheit, Bewußtmachung dieses Makro-Unbewußten. Welch ein verblendender Aberwitz also, ein isoliertes verantwortliches Subjekt post festem productionis (et circulationis) rein nur am Orte des Konsums geltend zu machen. Die Inskription dieser Verkennung aber ist derart gewaltig, daß kaum mehr die Hoffnung besteht, sie reversibel machen zu können.